Wir lernen die Ostkirchen kennen!

In den letzten zwei Wochen konnten wir Einiges über die Ostkirche, vor allem durch die Vorlesung „Zwischen Ökonomie und Akribie. Die Ostkirchen – ein historisch-theologischer Survey“ bei P. Dr. Nikodemus C. Schnabel OSB und die Vorlesung „Einführung in die Theologie der Ostkirche“ bei Dr. Stefanos Athanasiou, erfahren. Das war besonders interessant für uns alle, da die Ostkirchenkunde in unserem Theologiestudium in Deutschland meist nicht behandelt wird.

Sehr eindrucksvoll war auch, dass wir am Freitag im Rahmen der Vorlesungen den Patriarchen von Jerusalem treffen konnten. Geht man durch die Straßen des christlichen Viertels der Altstadt, wirkt das Patriarchatsgebäude relativ klein. Betritt man es allerdings, kommt dahinter eine „kleine Stadt“ mit vielen kleinen Gassen zum Vorschein!

Zuerst gab uns Dr. Stefanos Athanasiou eine kurze Einführung, bevor er uns durch das Patriarchat führte: Von einer Terrasse aus konnten wir den Blick auf die Grabeskirche genießen. Außerdem konnten wir die private Kapelle des Patriarchen besichtigen. Dabei konnten wir feststellen, wie viel wir schon in den letzten Tagen über die Ostkirche gelernt haben, Gegenstände, (wie der Diskus, der für die orthodoxe Eucharistiefeier bedeutend ist), von denen wir zuvor nur gehört haben, sehen und Antworten auf alle uns noch unbeantworteten Fragen erhalten. Spannend in der Kapelle war, dass man von dieser aus sogar in die Grabeskirche schauen kann!

Nach der Führung wartete auf uns ein Gespräch mit dem Patriarchen. Es war sehr interessant, mehr über die Aufgaben des Patriarchen von Jerusalem und über die Herausforderungen, die sich in diesem Patriarchat ergeben, zu erfahren. Nach einer Fragerunde schloss unser Treffen mit dem Patriarchen damit ab, dass wir alle eine kleine Ikone als Geschenk erhielten.

Auf dem Rückweg zur Dormitio-Abtei besichtigten wir noch eine orthodoxe Kirche im christlichen Viertel, die renoviert wird. Es ist wirklich sehr eindrucksvoll, zu sehen, wie die Kirche mit kunstvollen Darstellungen gestaltet wird.

 

Mehr zur Ostkirche konnten wir außerdem noch bei der Exkursion zum orientalisch-orthodoxen Tauffest am Jordan, die Bruder Simeon organisiert hat, erfahren.

Los ging es mit einer Besichtigung der „Herberge zum Barmherzgen Samariter“, die auf dem Weg zum Tauffest lag. Dort konnten wir vor allem sehr viele alte Mosaike sehen, die wirklich sehr beeindruckend waren. Weiter ging es dann zu dem Fest, das an der Taufstelle „Qasr-el-Yahud“ in der Nähe von Jericho stattfand. Hier wird auch die Taufe von Jesus verortet. Es war sehr voll; trotz der Menschenmenge haben wir es aber zum Glück geschafft, einen guten Blick auf den Jordan und die Christen, die sich an ihre Taufe erinnerten, indem sie im Jordan untertauchten, zu erhaschen. Außerdem konnten wir einige Christen beobachten, die das Fest mit lautem Gesang und einem Gruppentanz feierten. Es war sehr interessant, somit einmal zu sehen, wie in anderen Konfessionen christliche Feste gefeiert werden.

Nach einem Besuch im St.-Gerasimos-Kloster, einem griechisch-orthodoxen Mönchskloster im Jordantal, bei dem wir eine Mittagspause einlegten und den Ausgrabungen des Euthymiuskloster aus der byzantinischen Zeit neigte sich unsere Exkursion langsam dem Ende zu.

Hinter uns liegen zwei lehrreiche Wochen mit vielen neuen Eindrücken!

Herzliche Grüße aus Jerusalem,

Jessica und Anna-Lisa!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s