Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr….!

„Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir kommen geführt von Gottes Hand, wir wünschen euch ein fröhliches Jahr: Caspar, Melchior und Balthasar!“

Dieses Lied kennen viele von uns seit unserer Kindheit. Als Sternsinger sind doch einige von uns schon früher von Haus zu Haus gezogen und haben den Segen verteilt. Das sollen wir hier auch nicht missen. Bereits am 01.01. fand die Haussegnung statt und auch einige von uns nahmen daran teil. Und heute – an Epiphanie –  haben wir dann sogar in den richtigen Outfits ministriert. Abends wollen wir dann noch intensiv unsere Zimmer segnen und gemeinsam mit allen von Tür zu Tür ziehen, denn über die Ferien waren wir doch verstreut.

Apropos Ferien, vielleicht interessiert euch ja, was wir hier so gemacht haben, während unserer, doch recht kurzen, Ferien in Jerusalem.

Bis zum 21.12. hatten wir Vorlesungsbetrieb. Eingeläutet haben wir die Ferien dann mit einem gemütlichen Kaffeetrinken mit den Mitarbeitern. Rebekka hat wieder fleißig Plätzchen gebacken, sodass auch für das leibliche Wohl gesorgt war. Nelly brachte auch noch zwei leckere Kuchen mit. Die ersten von uns empfingen dann schon ihre Gäste: Eltern, Geschwister und Freunde gingen über die Ferien bei uns ein und aus, sodass wir unseren Lieben von zuhause auch unser neues Zuhause, Jerusalem und das Heilige Land, näher bringen durften.

Am 22.12 wurden wir von Nelly eingeladen. Zunächst gingen wir in den armenischen Gottesdienst, dann zeigte sie uns das Patriarchat und besonders den riesigen Baum dort. Nach einer interessanten Führung durch den Konvent wurden wir noch zu ihr in die Wohnung eingeladen – ein wirklich netter Nachmittag, den wir bei ihr verbringen durften und Nelly hat die mit Abstand beste Terrasse Jerusalems!

Ja und dann stand auch Weihnachten wirklich vor der Tür: Am 24. haben wir um 17 Uhr die Vesper gefeiert, im Speisesaal zu Abend gegessen, um 20 Uhr die Christmette gefeiert, dann gab es Glühwein im Kamelzimmer und um 24 Uhr fand die bereits groß angekündigte Vigil statt. Aber nichts von dem, was erzählt wurde, kam an das heran, was wir erlebt haben. So voll und so chaotisch habe ich die Kirche wirklich noch nie gesehen :D. Ein absolutes Highlight! Nach Kaffee und Christstollen haben wir um 2 Uhr den Aussendungsgottesdienst gefeiert und uns auf den Weg nach Bethlehem gemacht, gemeinsam mit 70.070 Namen auf der Namensrolle. Ziemlich cool! Gegen 5 Uhr durfte der Abt die Rolle auf den Geburtsstern legen und in der Hieronymusgrotte haben wir dann noch das Morgengebet gefeiert, bevor wir ziemlich müde in die Busse zurück nach Jerusalem stiegen. Glücklicherweise war das Wetter auf dem Weg wirklich gut, sodass uns zwar kalt war, es aber nicht geregnet hat und uns in Jerusalem der Sonnenaufgang empfing. Weiter ging es dann um 11 Uhr mit dem Hochamt, um 12.45 Uhr mit dem feierlichen Essen im Studiensaal und dann konnten die einen ihren Schlaf nachholen, andere spielten gemeinsam, wieder andere gingen spazieren. Weihnachten einfach mal ganz anders! Am 2. Weihnachtsfeiertag gab es dann um 10 Uhr gewohnt die Messe und anschließend ging jeder seines Weges.

Während der Tage zwischen den Jahren mussten einige dann Referate oder Führungen vorbereiten, andere führten ihre Familien durch das Heilige Land oder ruhten sich mal aus. Die meisten Mönche verbrachten die Zeit in Tabgha, sodass nur noch wenige in der Dormitio waren.

An Silvester trafen dann wieder alle zusammen. Um 18 Uhr feierten wir gemeinsam die Vesper und anschließend gab es natürlich etwas zu essen. Im Studiensaal gab es dann Sekt und Snacks sowie verschiedene Spiele und ein grandioser DJ sorgte für klasse Musik am Abend! Um 23.30 Uhr gingen viele von uns zum stillen Übergang in die Kirche. Ruhig, emotional und mit Gottes Segen begannen wir das neue Jahr in Jerusalem. Sekt durfte aber nicht fehlen: Für den Empfang vor der Kirche sorgte dann das Kloster. Mal ganz anders: Ohne Feuerwerk und Raketen, ohne viel Lärm, dafür mit Ruhe und Gebet ins neue Jahr zu starten, hat auch was. Aber wir wären ja nicht das Studienjahr, wenn es nicht doch noch eine Party gäbe. Im Studiensaal ließen wir es dann gemeinsam mit Gästen und Volus krachen, sodass es wirklich ein gelungener Silvesterabend war.

Von der Haussegnung an Neujahr schrieb ich schon ganz zu Beginn. Ansonsten haben wir in den ersten Tagen des Jahres die Zeit miteinander genossen, sind auf der Stadtmauer gelaufen und haben den fantastischen Blick auf die Dormitio genossen, Geburtstage gefeiert, Filme geguckt, Spiele gespielt, was man eben so macht.

Jetzt sind wir froh, dass wir wieder annähernd vollzählig sind und gespannt, was uns in unserem zweiten Semester hier alles erwartet!

Wir wünschen allen ein fröhliches und gesegnetes neues Jahr und grüßen herzlich aus Jerusalem!

Für das 45. Studienjahr

Anna-Lisa und Jessica!

 

 

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