Unsere Adventszeit in Jerusalem

Nun ist schon in einer Woche Weihnachten. Kaum zu glauben, die Zeit vergeht hier im Studienjahr rasend schnell! Obwohl es bei uns tagsüber meist doch noch relativ warm ist (ca. 18 Grad), kann langsam die Weihnachtsstimmung aufkommen.

Für Weihnachtsstimmung sorgte zunächst am 1. Dezember der Adventsbasar der Erlöserkirche. Neben Glühwein, Waffeln, Bratwurst und weihnachtlicher Musik gab es einige Stände mit weihnachtlicher Dekoration und schönen Weihnachtsgeschenken. Viele von uns ergriffen die Möglichkeit und kauften eine Kleinigkeit für unseren Wichteladventskalender. Jeden Tag in der Adventszeit nach dem Mittagessen wird nämlich der Name einer Person gezogen, auf die dann ein kleines Geschenk wartet.

Nach dem Adventsbasar bestand die Möglichkeit, an einer Adventsvigil in der Dormitio-Abteil teilzunehmen, die der Chor der Theologischen Fakultät in Mainz mitgestaltet hat, bevor am Sonntag der erste Advent gefeiert wurde.

Außerdem haben einige von uns auch am ersten Advent Plätzchen gebacken. Vor allem Rebekka hat sehr viele Rezepte herausgesucht (Vielen Dank!) und fleißig den Teig gemacht, während wir anderen die Plätzchen bei Liedern, wie „In der Weihnachtsbäckerei“, ausgestochen und dekoriert haben.

Am 6. Dezember fand dann unsere Nikolausfeier statt. Nach einem leckeren Essen führten uns Miriam und Jonathan als Moderatoren durch den Abend, der von Musik, einem Nikolausquiz, vieler weihnachtlicher Gedichte und Geschichten sowie einem Activity-Spiel geprägt war. Und natürlich durfte auch nicht der Nikolaus fehlen, der jeden mit ein paar gereimten Sätzen und einer Süßigkeit beschenkt hat. Der Abend war wirklich toll!

Besonders schön war auch der Gebetsabend in der letzten Woche in der Geburtsgrotte in Bethlehem, an dem einige von uns teilgenommen haben. Wir hatten zwei Stunden die Geburtsgrotte alleine für uns. In dieser Zeit hat Bruder Simeon mit uns einen Gebetsabend gefeiert und im Anschluss konnte jeder in Stille in der Grotte für sich selbst beten, was normalerweise aufgrund der vielen Besucher an diesem Ort nicht möglich ist.

Letztes Wochenende fand zudem das monastische Wochenende statt:

„Das Wochenende war wirklich beeindruckend. Mit neun Studis, Br. Simeon, am Samstag Oliver und heute P. Elias haben wir uns verschiedene Klöster in Israel angesehen, Gespräche gehabt mit Nonnen und Mönchen, an Gebeten teilgenommen und uns ein bisschen auf die Suche nach unserer Spiritualität gemacht. Begonnen haben wir bei den Benediktinerinnen in Abu Gosch. Sr. Marie-Madleine kannten wir ja schon aus der Einführungswoche, aber intensiver mit ihr über ihre Berufung und das Klosterleben zu sprechen, war was ganz anderes. Die Mittagshore zur Terz haben wir noch auf Deutsch gebetet, danach ging nur noch Französisch – schade wenn man kein Wort versteht 😀 – Nach der Mittagssuppe sind wir dann weiter gefahren zu den Bethlehemschwestern am Heiligtum der Maria, Königin von Palästina und dann ging es zu den Salesianern in Bet Gemal in der Nähe von Bet Shemesch, wo wir auch geschlafen haben. Dort haben wir einen Spaziergang unternommen, konnten mal Zeit für uns haben und haben dann die Kartheusergemeinschaft kennengelernt. Am Abend haben wir zunächst die Brüder von Bethlehem getroffen und ein Gespräch mit einem Mönch gehabt, am Morgen dann auch die Schwestern. So beeindruckende Personen! Sie leben so, wie ich es mir selbst nie vorstellen könnte, aber diejenigen, mit denen wir sprechen durften, haben so intensiv von Innen heraus erzählt, das war ziemlich beeindruckend. Die Liturgie ist byzantinisch angehaucht und auch auf Französisch, weswegen ich eigentlich nichts verstanden habe. Dennoch war es irgendwie bewegend. Nach einer kleinen Lectio devina haben wir uns noch die Stephanuskirche angesehen, Mittag gegessen und sind weiter zur Gemeinschaft der Seligpreisungen gefahren, wo wir mit P. Franz von Sales, gebürtig aus dem Sauerland, sprechen konnten. Er war ziemlich witzig. Die Gemeinschaft ist auch irgendwie ganz cool, wenn auch nicht so ganz meins, aber das macht ja nichts. Da die Gemeinschaft zum heutigen Tag 25 Jahre in Emmaus-Nikopolis ist, war auch Tag der offenen Tür und wir haben noch einen Baum gepflanzt. Dann ging es noch zu den Trapisten nach Latrun. Und das war es dann auch schon mit den Klöstern. Es war wirklich viel Input, viele gute Gespräche und sehr viel Neues!“

Wir hatten also bis jetzt eine sehr schöne und ereignisreiche Adventszeit!

Wir wünschen euch auch noch eine wunderschöne restliche Adventzeit und frohe und besinnliche Weihnachtstage!

Für das 45. Theologische Studienjahr

Jessica und Anna-Lisa!

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Ein Gedanke zu “Unsere Adventszeit in Jerusalem

  1. Friedrich Gerstorfer schreibt:

    Herzlichen Dank für den Bericht!
    Allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr.
    Herzliche Grüße aus Gmunden
    Fritz Gerstorfer

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